/ aKTUELL AM ZENTRUM FÜR BAUKULTUR

/ Meine Heimatstadt St.Gallen ist bekannt für ihre blühende Textilindustrie im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Ostschweiz war eine der ersten industrialisierten Regionen auf dem Europäischen Festland und erlebte über die Jahrhunderte einen Boom in der Textilindustrie. Stark beeinflusst durch den 1.Weltkrieg brach diese 1920 völlig zusammen. Die Ostschweizer Baukultur wurde durch die Textilindustrie geprägt und gefördert, Industrie und Architektur haben sich stets gegenseitig positiv bedingt und vorangetrieben. Nur selten noch kann man ein Bank-Gebäude von einem Rathaus unterscheiden. Wie ist diese für mich so faszinierende Verflechtung zwischen Industrie, Gesellschaft, Gestaltung und den lokalen Gegebenheiten verloren gegangen?

Zahlreiche Institutionen, Vereine und Organisationen, beschäftigen sich mit dem Thema der Baukultur und tragen zur Förderung dieser bei. Es ist ein Geflecht aus Akteuren, die auf verschiedenen Ebenen mit unterschiedlichen Herangehensweisen die Bevölkerung sensibilisieren, informieren und weiterbilden. Für diese Institutionen soll auf dem Areal Bahnhof Nord in St.Gallen ein Experimentierfeld entstehen. Ein Haus in der Stadt, ein Ort, wo Forschung, Industrie, Fachleute und Laien zusammenkommen.

Das ZfBK «Zentrum für Baukultur Ostschweiz», ein Raum, wo sich Bürger aktiv an der Planung ihrer Umwelt beteiligen und einbringen, wenn es um die Entwicklung Ihrer Stadt geht. Ein prägnanter, schwellenloser Ort. /